Hochschulgemeinde: Karl-Heinz' Blog

ELF-CHEN - Gedichte aus 11 Worten

Gedichte zu schreiben- in dieser doch etwas verrückten Zeit – kann manchmal für die Seele gut sein.
Ein ELFCHEN – also ein Gedicht aus 11 Wörtern bietet sich da richtig an:
.
.
ein Wort in der ersten Zeile:
Manchmal
zwei Worte in der zweiten Zeile
übersehe ich
drei Worte in der dritten Zeile
vor lauter „digital“
vier Worte in der vierten Zeile
mein ganz analoges Bedürfnis:
ein Wort in der 5. Zeile
HUNGER!

Wer Lust hat ein Elfchen zu schreiben und mir zu schicken lehner@ssz-rosenheim.de findet es ganz nach Wunsch mit oder ohne Namen hier auf dieser Seite wieder: Hier geht es zu den Gedichten

Corona
ein Wort
mit vielen Gesichtern
Wir brauchen jetzt Nähe:
LÄCHLE!
(Wanderschwester)

Rosa,
meine Nichte
Klein und wundervoll
Ihr Lachen ist Licht
LIEBE
(Yona)

Abstand
halten zu
wem und wie
weit und wie lange
noch
(anonym)

Mein
Name ist:
Neunzehn. Covid-Neunzehn. Deckname:
Corona. Bester Superschurke seit
Goldfinger!
(Studentin TH Rosenheim-Soziale Arbeit)

Rot,
gelb, grün,
blau und pink:
So schön kann Regen
sein!
(EH)

Kopfgedanken vs. Herzgefühle?
Waage halten?
Ungleichgewicht aushalten?
Gleichgewicht finden!
Erleichterung spüren.
(Diana)

Freiheit
bekommt in
diesen besonderen Zeiten
eine neue und bewußtere
BEDEUTUNG
(Dr. Alfred Quenzler)

Haltung
unabdingbar;
wird im Meer
des Mainstreams zu einer
Herausforderung.
(s.o)

Rechte
sind immer
einer Medaille Kehrseite
Auf deren Rücken stehen
Pflichten.
(Dario Schuler)

Vergleich
kann motivieren,
aber auch schmerzen.
Genüge ich nicht selbst?
Unvergleichlich!
(Birgit)

Entschleunigt
von außen
sozusagen bewußt gemußt.
Ohne Aus- und Widerrede:
SEIN!
(eine Wandernde)

Just
breathe and
eat and drink,
be thankful about life,
smile
:)

Wer
Bist Du
Hinter der Maske
Die jetzt jeder trägt
Noch?
(Studentin)

Perspektive
ändert sich
Tag für Tag
Als dauernder Prozess der
Zeit
(PJ)

Verrückt,
vieles Verrückt.
Links, rechts, unten,
oben. Vielleicht endlich zurecht
gerückt.
(Ein Ver-rückter)

Alltag
war einmal
leben wir achtsam
einem neuen Alltag entgegen
heute
(Beate)

Was
Ich vermisse,
Ist freie Zeit.
Komisch, freie Zeit ist
Keine.
(Abiturientin 2020)

Lehre
verändert sich
spannend herausfordernd kreativ
ausprobieren fortbilden neues entdecken
Home -Teaching
(Professorin TH Rosenheim)

Professoren
voller Tatendrang
Quarantäne kein Niedergang
Viele Videos online schon
ZOOM
(anonymer Student)

+

Professoren
bequemer Sorte
Genießen freie Zeit
Keiner hört ihre Worte
PPTX
(anonymer Student)

Manchmal
vergesse ich
vor lauter „digital“
mein ganz analoges Bedürfnis:
HUNGER
(Karl-Heinz)

keiner
weiss was
alle reden mit-
viel Wissen über Nichtwissen
bla
(Student)

Grün
der HImmel
so blau die
Erde, wenn alles Kopf
steht.
(Schülerin)

Langeweile:
die Versuchung
sie zu füllen
bevor sie ihr Geheimnis
preisgibt
(Karl-Heinz)