Ansprechpartner: Michael Schlierbach
Vor einiger Zeit sprach mich ein Personaler eines Unternehmens an: “Ich würde gerne mal wissen, warum sich Bewerber so massiv aufblasen. Tut sich an den Hochschulen was, damit sich das ändert?” Da ist mir erst mal die Luft weggeblieben. ‘Stimmt das?’ Aber auch wenn’s schmerzt: Einer solchen Anfrage muss man sich stellen.
Das Thema dieses Programms hatten wir schon vorher festgelegt: “Handwerk statt Mundwerk”.
Dieses Thema finden wir deshalb wichtig, weil so oft schöne, großartige Dinge geplant und angekündigt werden, die tatsächliche Umsetzung dann aber oft schon in den ersten Schritten komplett versandet. Und allzu oft scheitert es an den grundlegendsten Basisanforderungen. Das ist überall festzustellen: Ob beim Unterschied zwischen Prospekt, Verpackungsaufschrift und tatsächlicher Funktion eines Produktes ebenso wie beim Aufbau von Einrichtungen aller Art. Und bei den großen Themen wie Klimaschutz sowieso.
Statt hochfliegender Presseerklärungen lange im voraus würde man sich manchmal ein Moratorium wünschen: Über eine Sache wird erst dann gesprochen und geschrieben, wenn man ein Jahr lang daran gearbeitet hat und über die ersten Schwierigkeiten hinweg ist und die Sache beginnt zu laufen. An die Gründung kann man dann im Rückblick erinnern. Handwerk statt Mundwerk.
Nun mag jemand einwenden, dass doch “Klappern zum Geschäft gehört” – richtig. Und es stimmt auch, dass sich viele Studierende unter Wert verkaufen. Aber das Klappern sollte nur Begleiterscheinung sein – es ist nicht das Geschäft selbst.
Das intensive Arbeiten an einer Sache, bei dem man alles außen herum vergisst und sich ganz der Aufgabe widmet, wird auch “Flow” genannt. Weil sich dabei eins zum andern fügt und etwas entsteht und sich Bahn bricht: Erfahrung, Fachkunde, neue Ideen und Erfindungen. Mehr durch Hand, Herz und Hirn als durch den Mund. Flow geschieht meist schweigend. Handwerk statt Mundwerk.
Das macht zufriedener, als wenn ich nur in den Wald hineinrufe (möglichst selbstbewusst und laut) – und mir dann von dort doch nur entgegenschallt, wie ich hineingerufen habe.
Übrigens: Der Wald kann nichts dafür. Wir haben einen Waldbauern gefragt (siehe …)
Auf die Frage des Personalers habe ich geantwortet: “Die tun doch nur, was ihnen überall in der Gesellschaft und Wirtschaft vorgelebt wird, da wird doch verbal wenig Platz gelassen für eine leisere, bescheidenere und realistische Art. Da geht es doch immer um Schneller-Höher-Weiter. Ob an den Hochschulen etwas dagegen getan wird? Ich hoffe es sehr!”
Mit unserem Programm wollen wir dazu einladen, sich bodenständig und tiefgründig mit den Sachen zu beschäftigen, die fürs Studium und das eigene Leben wichtig sind.
Übrigens: Ein gelungenes und bewährtes Handwerksstück sind zum Beispiel die Einführungstage für Erstsemester, die von den Rosenheimer Studierenden seit zwei Jahrzehnten in viel kooperativer Kleinarbeit jedes Jahr geleistet werden. Die kommenden werden in diesem Semester vorbereitet und wie immer werden neue Tutoren gesucht.
| adm 23.02.09
Kochwütige Studierende und solche, die gerne schlemmen sind hier genau richtig! Jeden Donnerstag quellen wohlriechende Düfte aus der Küche im SSZ. ... weiter

NUR NOCH WARTELISTE!!!!
Am Freitag aufd Nacht, montier I die Ski (oder a´s Snowboard), auf mei Auto, und dann begib I mi, zum Pitztaler Gletscher oder zum Rifflsee, weil bei der Skifreizeit, da hams oiwei an leiwanden Schnee!!!! ... weiter
"Das letzte Kriterium der Ökonomie ist der Gewinn. Das oberste Kriterium der Bildung aber ist das gute Leben." ... weiter
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