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Religion und Gewalt

Donnerstag, 26. Oktober | 19 Uhr

Der Kategorische Imperativ des Ortes. Religiöse Gewalt zwischen Macht und Ohnmacht.

In diesem Vortrag geht Prof. Dr. Sander der Frage nach, was der entscheidende Unterschied ist zwischen religiöser Gewalt, wie z.B. das Kreuz oder das Martyrium und gewalttätiger Religiosität, die unter allen Umständen bekämpft werden muss, wie z.B. sexueller Missbrauch, religiöse Tribunale und Attentate.
Es gibt keine Religionsgemeinschaft, so seine These, die an Orten ihrer Macht auf Dauer bereit ist, auf Gewalt zu verzichten. Deshalb ist Religionskritik auch so bedeutsam und wichtig.
Er geht der Frage nach, was die einzige verlässliche Basis ist, wie eine Religionsgemeinschaft ihrer strukturellen Neigung zur Gewalt – gerade aufgrund der Bedeutung des Heiligen für die Religionsgemeinschaft widerstehen kann.
Seine Folgerung: Religiöse Gewalt ist relativ zum Ort ihres Auftretens. Auch das Kreuz als das Heilszeichen schlechthin konnte als Ort der Ohnmacht zu seinem Gegenteil verkehrt werden und als Ort der Macht zum Ausgangspunkt für religiösen Antijudaismus. Im Zeichen des Kreuzes kann man nicht in dieser Weise siegen. Das Kreuz Jesu „gehört“ den Christinnen und Christen deshalb nicht, sondern steht ihnen gegenüber – als Mahnmal ihrer eigenen potentiellen Gewalttätigkeit.
Die Konsequenz: Handle im Angesicht der Gewalt stets so, dass der Ort der Ohnmacht niemals zum allgemeinen religiösen Gebrauch freigesetzt wird.
Was das konkret bedeutet führt er in seinem Vortrag aus.

Prof. Dr. Hans Joachim Sander ist Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, Fachbereich Dogmatik.
Er versteht es komplexe theologische Zusammenhänge anschaulich darzustellen und steht nach seinem Vortrag für eine Diskussion und Austausch zur Verfügung.

Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Sander

Donnerstag, 26. Oktober
19 Uhr
Ort: Schüler- & Studentenzentrum

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